Salzburg Highlights

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Festspiele

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Spielstätten

Das Große Festspielhaus, das Haus für Mozart und die Felsenreitschule bilden zusammen mit dem 200 Meter entfernt gelegenen Domplatz und der Kollegienkirche den Festspielbezirk. 1606/07 ließ Erzbischof Wolf Dietrich hier Stallungen erbauen, die 1662 um eine Winterreitschule erweitert wurden. Im 19. Jahrhundert diente der Komplex als Kavalleriekaserne, ehe er ab 1925 schrittweise den Salzburger Festspielen geöffnet wurde.

 

Domplatz

Der Salzburger Dom ist die größte frühbarocke Kirche nördlich der Alpen. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde 774 vom hl. Virgil errichtet. 1598 wurde die Kathedrale durch Feuer zerstört. Erzbischof Wolf Dietrich gab den Entwurf zu einem neuen Dom in Auftrag. 1614 begann der Neubau des Doms unter Erzbischof Markus Sittikus, 1628 weihte ihn Erzbischof Paris Lodron ein. Der Kriegszerstörung 1944 folgte ein Wiederaufbau 1959. Die Mariensäule auf dem Domplatz wurde 1771 von Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer vollendet. Die Figuren am Sockel personifizieren die Weisheit, die Kirche, Engel und Teufel. Seit 1920 ist hier der Schauplatz von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“.
Die Zuschauertribüne ist heute für 2.544 Sitzplätze eingerichtet. Im Inneren des mobilen Spielpodests sind mehrere Personenversenkungen und Auftrittsklappen eingebaut. Bei Schlechtwetter wird das Große Festspielhaus als Ausweichquartier für den „Jedermann“ verwendet.

Felsenreitschule

Die Felsenreitschule entstand an der Stelle, wo in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Konglomerat für den Dombau gebrochen wurde.

Unter Erzbischof Johann Ernst Thun wurde, nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach, 1693 aus dem Felsen des Mönchsbergs die Felsenreitschule gehauen. Zur damaligen Zeit veranstaltete man in dieser Sommerreitschule Tierhatzen und Reitvorführungen.

Das Publikum fand Platz in den 96 Arkaden, die dreigeschossig übereinander angelegt sind. Max Reinhardt hat 1926 erstmals den Versuch unternommen, die Felsenreitschule als Schauplatz für Aufführungen der Salzburger Festspiele zu nutzen und dort Goldonis "Der Diener zweier Herren" inszeniert. 1933 errichtete Clemens Holzmeister darin die sogenannte "Faust-Stadt", die zu den eindrucksvollsten Szenengestaltungen zählte. Herbert von Karajan verwandelte die Felsenreitschule 1948 erstmals in eine Opernbühne für Aufführungen von Glucks "Orfeo ed Euridice".

In den Jahren 1969/70 erfolgte eine wesentliche Umgestaltung, ebenfalls nach Plänen von Clemens Holzmeister. Die Bühne von 40 Metern Breite erhielt eine Unterbühne von 4 Metern Tiefe. Erneuert wurde zudem die freitragende Zuschauertribüne mit dem darunterliegenden Kulissendepot. Eine lichtdichte ausfahrbare Regenplane mit einem Regenauffangnetz zur Dämpfung der Geräusche schützt die Bühne. Dieses Dach kann geöffnet werden. Die Felsenreitschule fasst 1.437 Zuschauer (1412 Sitzplätze und 25 Stehplätze).

Große Universitätsaula

Baugeschichte
Die Große Universitätsaula der Universität Salzburg, gegründet 1622 von den Benediktinern, war bereits im 17. und 18. Jahrhundert eine der bedeutendsten Pflegestätten der geistlich-barocken Theaterkultur. Sie wurde im Universitätskomplex 1631 nach dem Modell von Dombaumeister Santino Solari in 24-jähriger Bauzeit als „Aula Maior“ errichtet. Von ihrer zweiten, sakralen Nutzung als Kongregationssaal zeugen heute noch die Gemälde mit den „Rosenkranzgeheimnissen“ aus den Jahren 1636/37 (u.a. von Adrian Blomaert und Zacharias Miller). Nach ihrer Einweihung 1654 durch Erzbischof Paris Lodron, dem Gründer der Universität Salzburg, wurde 1660 ein festes Theater eingebaut. 1782 wurde der Theaterbetrieb eingestellt.

Nach mehreren Renovierungen bzw. Umbauten (zuletzt: 2003 bis 2005, Architekten Georg Huber und Karl Meinhart für das neue Eingangsstiegenhaus; Innenbereich nach Plänen von Architekt Franz Fonatsch; Bundesimmobiliengesellschaft als Bauherr, großzügig finanziell unterstützt von den Salzburg-Mäzenen Donald und Jeanne Kahn, Bund und Land Salzburg) wurde sie an Mozarts 249. Geburtstag, am 27.1.2005, feierlich wiedereröffnet.

Die Große Universitätsaula befindet sich im Gebäude der Alten Universität im Herzen der Salzburger Altstadt, im Furtwänglerpark am Max-Reinhardt-Platz im Festspielbezirk.

Mozart-Original-Spielstätte
Wolfgang Amadeus Mozart, der genius loci Salzburgs, trat hier als 5-Jähriger 1761 im Schuldrama „Sigismundus Hungaria Rex“ (Musik: J. E. Eberlin, Text: P. M. Wimmer) als tanzender Page auf.

Am 13. Mai 1767 wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthus“ (KV 38) hier uraufgeführt; Mozart spielte dabei selbst am Clavicembalo. Mit dieser Oper wurde die Große Universitätsaula am 27. Januar 2005 in einer Aufführung der Universität Mozarteum Salzburg feierlich wiedereröffnet.

Der Innenraum erstrahlt nun, wie zu Mozarts Lebzeiten, in lichtem Weiß. Optimale Akustik, eine ansteigende bequeme Bestuhlung, Künstlergarderoben, barrierefreier Zugang und veranstaltungstechnische Anlagen machen sie zu einem Konzert- und Theatersaal, der heutigen Ansprüchen gerecht wird.

Technische Daten
Fläche: ca. 660 m²
Bühnengröße: 61 bis 90 m²
Sitzplätze: je nach Bühnengröße zwischen 504 und 624;
2 optisch integrierte Rollstuhlplätze durch Ausbau von 10 Stühlen
Regieraum, Tonanlage, Lichtanlage, Beamer (10.000 ANSI-Lumen);
Kasse, Buffet, Orchestermöbel

Großes Festspielhaus

Bau und Eröffnung
Das Große Festspielhaus wurde nach Plänen des Architekten Clemens Holzmeister erbaut. Die Arbeiten begannen im Jahre 1956 mit dem Abtragen von rund 55.000 m3 Konglomerat der Mönchsbergwand, um für das gewaltige Bühnenhaus Platz zu schaffen. Es gehört mit einem Ausmaß von insgesamt 100 Metern Breite (einschließlich Seitenbühnen) zu den größten der Welt. Das Große Festspielhaus wurde am 26. Juli 1960 mit Richard Strauss' "Rosenkavalier" unter der Leitung von Herbert von Karajan eröffnet.

Inneneinrichtung
Der Zuschauerraum hat einen nahezu quadratischen Grundriss mit ca. 35 Metern Seitenlänge; das Auditorium umfasst 2.179 Sitzplätze. Von der Hofstallgasse aus gewähren fünf Bronzetüren Einlass. Die Fassade trägt einen von Thomas Michels OSB verfassten Sinnspruch: SACRA CAMENAE DOMUS / CONCITIS CARMINE PATET / QUO NOS ATTONITOS / NUMEN AD AURAS FERAT. (Der Muse heiliges Haus steht Kunstbegeisterten offen, als Entflammte empor trage uns göttliche Macht.) Clemens Holzmeister legte beim Ausgestalten Wert auf die Verwendung heimischen Materials: Die Stahlbetonsäulen wurden mit dem beim Abtragen der Mönchsbergwand gewonnenen Konglomerat verkleidet, der Boden des Foyers besteht aus Adneter Marmor. Der Raum wurde durch Tiefstrahler in der Schrägdecke und durch Wandschalen aus Muranoglas beleuchtet. Ein eigener Zugang führt über eine Rolltreppe zur Altstadtgarage Mitte. Die im ersten Stock gelegene "Fördererlounge" (die Einrichtung wurde von Donald und Jeanne Kahn gespendet) dient den Salzburger Festspielen seit 1995 als Empfangssaal ihrer Förderer und Sponsoren.

Kunst im Großen Festspielhaus
Zwei von Wander Bertoni geschaffene Plastiken aus Carraramarmor versinnbildlichen die "Musik" und das "Theater". Der New Yorker Maler und Bildhauer Robert Longo schuf 1993 für diesen Ort vier Großkreuze zum Thema "Dreams with the Wrong Solutions", die vom österreichischen Kunstmäzen und Sammler Karlheinz Essl angekauft und den Salzburger Festspielen als Leihgaben zur Verfügung gestellt wurden. Die vier freistehenden, kreuzförmigen Großgemälde sind in den Farben Blau, Rot, Gold und Schwarz gehalten.
Robert Longo gab zu seiner Farbgebung folgende Erklärung: Blau für "Druck auf den Himmel", Rot "Feuergebete", Gold "Wehklagen in der Öffentlichkeit" und Schwarz "Lieder der Ergebung". Im daran anschließenden Pausensaal blieb der ursprüngliche Charakter des fürsterzbischöflichen Marstalls erhalten. Neu ist der Boden aus grünem Serpentin mit Pferdemosaiken von Kurt Fischer. Das Stahlrelief an der Wand hat Rudolf Hoflehner als "Huldigung an Anton von Webern" gestaltet. Durch das Fischer-von-Erlach-Portal wird der Blick auf die Pferdeschwemme und den 1987 erworbenen Schüttkasten freigegeben.

Technische Daten
Bühnenbreite: 100 Meter
Bühnentiefe: 25 Meter
Portalbreite: 30 Meter
Portalhöhe: 9 Meter

Fünf Hubpodien à 18 x 3 Meter; Fahrgeschwindigkeit max. 0.25 m / sec.; Tragfähigkeit jeweils 20 Tonnen
Hydraulische Bühnenmaschinerien (Doppelanlage von ABB).

Schnürboden: 155 Zugeinrichtungen mit einer Tragkraft von jeweils 500 kg, ein Drittel davon hydraulisch angetrieben und elektronisch steuerbar.

Beleuchtung: 825 regelbare Stromkreise mit einer Leistung von je mindestens 5000 Watt; digitales Lichtsteuerpult; 2000 Scheinwerfer im Gerätepark.

Elektroakustik: Tonregiepult mit 16 Eingängen, 16 Summenausgängen und 4 Hilfsausgängen; Anschlüsse für Lautsprecher und Mikrophone im gesamten Bühnen- und Zuschauerbereich.

Haus für Mozart

Baugeschichte
Das frühere Kleine Festspielhaus wurde seit seinem Eröffnungsjahr 1925 mehrfach umgebaut, 1937 erfolgte die Drehung des Zuschauerraumes um 180 Grad, wodurch ein Bühnenhausanbau notwendig wurde. Um diesen durchzuführen, ließ Landeshauptmann Franz Rehrl sein Geburtshaus im Toscaninihof abreißen.
Benno von Arent gestaltete 1939 das Festspielhaus um und ersetzte die Holzverkleidung durch eine goldverzierte Gipsdecke. Der Zuschauerraum hatte eine Länge von ca. 55 Metern. Die ungünstigen Sicht- und Akustikbedingungen erforderten einen weiteren Umbau in den Jahren 1962/63. Die Salzburger Architekten Hans Hofmann und Erich Engels verliehen dem Saal die Gestalt, die er bis zum 31. August 2004 hatte.

Das Haus für Mozart
Alle 22 Opern, die Wolfgang Amadeus Mozart komponiert hat, von den frühen Singspielen und musiktheatralischen Fragmenten bis zu den weltweit bejubelten Meisterwerken, wurden im Jahr 2006 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt: unser Präsent zum 250. Geburtstag des großen Sohnes dieser Stadt. Der Spielplan für das Mozart-Jahr stellte eine enorme Herausforderung dar, künstlerisch wie organisatorisch. Denn es galt nicht nur, die besten Dirigenten, Regisseure und Sänger zu verpflichten, sondern auch die Frage der Spielstätten zu klären: Was kann wo gespielt werden?

Seit vielen Jahren haben die Salzburger Festspiele den Plan verfolgt, ein „Haus für Mozart“ zu schaffen, das den Bühnenwerken des Komponisten in jeder Hinsicht Rechnung trägt: mit einer optimalen Akustik und besten Sichtverhältnissen von allen Plätzen aus. Jede und noch die leiseste Pianissimo-Nuance soll man hier hören und in die Gesichter der Darsteller sehen, ihr Mienenspiel verfolgen können. Mit der dazu erforderlichen Intimität des Raums muss aber zugleich eine ausreichende Sitzkapazität einher gehen, denn Mozarts Musik hat viele Freunde...

Was wie eine Quadratur des Kreises anmuten mag, hat das Architektenteam Holzbauer & Valentiny vollbracht: Das bisherige Kleine Festspielhaus wurde in drei Bauphasen seit dem September 2003 in ein „Haus für Mozart“ umgewandelt, das allen genannten Anforderungen gerecht wird.

Das Auditorium
Der Zuschauerraum des Kleinen Festspielhauses wurde verbreitert, verkürzt und abgesenkt. Zwei neue Zuschauerränge wurden geschaffen, die auf beiden Seiten des Saales bis zur Bühne reichen. Dadurch wird der schöne Effekt erreicht, dass nicht kahle Wände, sondern festlich gestimmte Menschen von drei Seiten die Bühne umrahmen. Im „Haus für Mozart“ finden künftig bis zu 1.580 Menschen Platz, es gibt 1.495 Sitzplätze und 85 Stehplätze.

Die Foyerbereiche
Wesentlich verändert gegenüber dem früheren Kleinen Festspielhaus haben sich auch die Foyerbereiche. Durch hohe, stockwerkübergreifende Fenster öffnet sich im Hauptfoyer der Blick zum Stadtbild hin – im Gegenzug wirkt abends der hell beleuchtete Innenraum des Theaters nach außen. Wesentlich geprägt wird das Hauptfoyer durch eine 17 Meter hohe vergoldete Lamellenwand, durch deren Öffnung ein aus Swarovski -Kristallen geschaffener Mozartkopf zu sehen ist. Die dem Saalbau vorgelagerte Terrasse war seit ihrer Errichtung im Jahr 1924 niemals für das Publikum zugänglich: Mit dem Neubau ist sie nun Teil der Pausenfoyers geworden. Die darunter liegende Arkade wurde verglast und ermöglicht eine Öffnung des Auditoriums von zwei Seiten statt wie bisher nur von einer. Damit kann man erstmals direkt aus dem Festspielhaus in die prächtige Stadtlandschaft treten.

Die SalzburgKulisse
Zu einem großen Anziehungspunkt dürfte die neue Festspiellounge auf dem Dach avancieren, die SalzburgKulisse: Schon der Name deutet die prachtvolle Aussicht an, die sich dort auf die Salzburger Altstadt und in das Salzachtal bietet. Die Ausstattung dieser Lounge besteht aus mit Birnbaumholz verkleideten Wänden, die Gobelins in den Nischen stammen von Anton Kolig, einem Zeitgenossen Anton Faistauers.

Das Faistauer-Foyer
Zu einem Juwel des neuen Hauses ist das Faistauer-Foyer geworden: Die berühmten Fresken dieses Raumes, die der Salzburger Maler Anton Faistauer 1926 geschaffen hat, wurden nach dem Einmarsch der Nazis entfernt, teilweise auch mutwillig zerstört, und konnten erst 1956 wieder angebracht werden. Zur Eröffnung des Hauses für Mozart wurden sie grundlegend restauriert und der Raum überdies architektonisch in seine historische Gestalt zurückgeführt.

Die Außenfassade
Bei der Außenfassade ist das Holzmeistersche Ensemble aus den Jahren 1924/37 in seinen Proportionen erhalten geblieben. Bestimmt wird der optische Eindruck der Fassade von den repräsentativen Saalausgängen zur Terrasse, die der Bildhauer Josef Zenzmaier gestaltet hat: Er schuf große Bronzereliefs, die oberhalb der Portale angebracht wurden und Szenen aus Mozarts „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ und „Die Zauberflöte“ zum Gegenstand haben. Die Steinmasken von Jakob Adlhart stehen jetzt gut sichtbar vor dem Entrée des Hauses: unter dem neuen, mit Blattgold ausgelegten und weit ausragenden Betondach. Im gesamten Haus kontrastieren grob gespritzte Betonoberflächen mit feinem Blattgold und erzeugen eine ästhetische Spannung.

Toscaninihof
Zur Hinterbühne hin öffnet sich ein großes Eisentor in den Toscaninihof. Die außen links und rechts davon angebrachten sechs Betonreliefs "Maskenhaltende Genien" wurden 1938 abgeklopft, im Jahr 1979 aber von ihrem Schöpfer Jakob Adlhart wieder rekonstruiert. Darüber ist eine Orgel angebracht, die vor dem Bau des Großen Festspielhauses in den Schlechtwettervorstellungen des "Jedermann" bespielt wurde.

Kollegienkirche

Die Kollegienkirche wird auch Universitätskirche genannt und war ursprünglich die für die Gottesdienste der Universität bestimmte Kirche. Das Einweihungsdatum der Kirche lässt sich mit 1707 datieren, es wurde mehr als 70 Jahre an ihr gebaut. Ihr Erbauer war der bedeutendste Kirchenbaumeister der Stadt, Johann Bernhard Fischer von Erlach. Die Kirche gilt als architektonischer Wegweiser für viele spätbarocke Kirchen im europäischen Zentralraum und dient heute auch als Aufführungsort für viele Veranstaltungen der Salzburger Festspiele.

Landestheater

Mit Mozarts Oper "La clemenza di Tito" wurde am 1. Oktober 1893 das Salzburger Landestheater eröffnet, ein ursprünglich reich mit Rokoko-Ornamenten verzierter Bau. 1938/39 wurde das Vorderhaus umgebaut. Die Auffahrt und der dekorative Schmuck fielen dieser Renovierung zum Opfer, dafür wurde das Haus um ein notwendiges Hauptfoyer und eine so genannte Drehbühne bereichert. Eine zweite Renovierung brachte 1977/78 weitere bühnentechnische Verbesserungen und den Einbau einer modernen Klimaanlage. Der Zuschauersaal umfasst 697 Plätze und wird für Opern- wie Schauspielaufführungen gleichermaßen genützt.

Mozarteum

Das Mozarteum wurde zwischen 1910 und 1914 nach Plänen des Münchner Architekten Richard Berndl errichtet. Der Bau, stilistisch dem ornamentalen Jugendstil verwandt, fügt sich perfekt in das historische Stadtbild Salzburgs ein. Der monumentale Konzertsaaltrakt, der ein Auditorium ("Großer Saal") mit 807 Sitzplätzen umschließt, wird durch die Eingangshalle mit der Bronzeplastik "Mozart als Musagète" betreten. Der Saal eignet sich besonders für Konzerte mit kleiner und mittlerer Besetzung.

Perner-Insel, Hallein

In der großen alten Industriehalle in einem denkmalgeschützten Areal wurde bis 1989 Salz verarbeitet. Durch die Kulturinitiative "szene salzburg" wurde aus einem Teil der Anlage eine Spielstätte, die regelmäßig von den Salzburger Festspielen genützt wird. Der Umbau der Saline Perner-Insel Hallein wurde 1992 realisiert, 1998 folgte eine neue großzügigere Bestuhlung sowie die Gestaltung eines Pausenfoyers. Die Spielstätte besteht aus einem Raum mit variabler Bestuhlung für bis zu 800 Besucher. Die Aufführungs- und Publikumsflächen in der ehemaligen Solereinigungshalle lassen sich in der Raumaufteilung nach dem szenischen Konzept der jeweiligen Produktion gliedern. Um optimale Sprachverständlichkeit zu erreichen, wird die Raumakustik jeweils durch variable Wandverkleidungen und Deckenreflektoren verändert. Die Bühnentechnik wird nach dem Bedarf einer Veranstaltung mobil eingebaut und abgestimmt. Dies gilt auch für die Beleuchtung und die Elektroakustik. Die technischen Einrichtungen entsprechen dem Standard der Festspielhäuser.

Schloß Leopoldskron

Schloss Leopoldskron wurde in den Jahren 1736 bis 1744 als Familiensitz von Fürsterzbischof Firmian erbaut. Als er starb, wurde sein Herz in der Schlosskapelle beigesetzt. Laktanz, Neffe des Erzbischofs, Kunstkenner und einer der ersten Förderer Mozarts, bewohnte Leopoldskron in den darauffolgenden vierzig Jahren. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer häufig, unter ihnen Ludwig I. von Bayern und der Bankier Carl Spängler. 1918 kaufte Max Reinhardt Schloss Leopoldskron und erfüllte es mit neuem Leben. 1938 wurde Leopoldskron konfisziert und als Sommerresidenz und Gästehaus des Deutschen Reichs genutzt. Seit 1947 ist es im Besitz des Salzburg Seminar, welches Tagungen zu politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Themen mit globaler Bedeutung veranstaltet.
Schloss Leopoldskron, von Max Reinhardt noch vor Gründung der Festspiele erworben, wurde durch ihn zum kreativen und künstlerischen Salon der Festspiele – ein Ort freier und inspirierender Begegnungen und Gespräche. Ab diesem Sommer wird Schloss Leopoldskron zum Veranstaltungsort für die Reihe Dichter zu Gast und somit erstmals seit Reinhardts Emigration wieder für eine Zusammenarbeit mit den Festspielen geöffnet.


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